
Lokführer / Triebfahrzeugführer (m/w/d)
Als Triebfahrzeugführer fährst du Züge auf öffentlicher Infrastruktur. Dafür brauchst du den Triebfahrzeugführerschein des Eisenbahn-Bundesamts und eine Zusatzbescheinigung Klasse B. Darauf stehen deine Baureihen und die Infrastruktur. Die Streckenkunde wird getrennt dokumentiert.
- Lohn bei LOK-SEC
- 28–32 €/Std. plus Zuschläge
- Nachweis
- Triebfahrzeugführerschein + Klasse B
- Einsatz
- bundesweit, Personen- oder Güterverkehr
- Unterwegs
- Dienstwagen oder BahnCard 100
Was du als Lokführer machst
Vor der Abfahrt
Du prüfst Zugdaten und Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, wirkst bei der Bremsprobe mit und gleichst Wagenliste und Bremszettel ab.
Unterwegs
Du fährst nach Signalen und zulässiger Geschwindigkeit, beobachtest den Fahrweg und bremst vorausschauend, um Energie zu sparen.
Bei einer Störung
Du hältst an, verständigst die Leitstelle und lässt bei Bedarf das Gleis sperren.
Wie dein Alltag aussieht, hängt von der Sparte ab. Im Regionalverkehr fährst du meist allein und schläfst zu Hause. Im Güterverkehr arbeitest du im Schicht- und Wechseldienst, auch sonntags und an Feiertagen; bei mehrtägigen Umläufen übernachtest du im Hotel. Dienstbeginn und Dienstende liegen oft dort, wo kein Bus mehr fährt. Gesetzlich brauchst du keinen Pkw-Führerschein, für den Dienstwagen im Personenverkehr brauchst du ihn aber.
Triebfahrzeugführer auf einen Blick
| Nachweise | Triebfahrzeugführerschein (EBA, 10 Jahre gültig) und Zusatzbescheinigung des EVU: Klasse B (B1 Personen-, B2 Güterverkehr), jede Baureihe, Infrastruktur |
|---|---|
| Mindestalter | 20 Jahre; ab 18 mit medizinisch-psychologischem Gutachten (§ 5 TfV), dann aber nur unter einfachen Betriebsverhältnissen (§ 9 Abs. 3 TfV, § 48 Abs. 7 EBO) |
| Schule | Abschluss im Sekundarbereich I |
| Deutsch | mindestens B1 (§ 5 Abs. 2 TfV), viele Auftraggeber verlangen B2 |
| Untersuchungen | ärztlich alle 3 Jahre, ab 55 jährlich; psychologisch beim Erwerb, danach nur aus Anlass |
| Streckenkunde | getrennt von der Zusatzbescheinigung beim EVU dokumentiert; erneut geprüft, wenn du eine Strecke länger als 1 Jahr nicht befahren hast |
| Verdienst laut Markt | Median 4.251 € brutto/Monat in Vollzeit (Entgeltatlas der BA, abgerufen 10/2026); DB-Durchschnitt rund 55.700 €/Jahr inkl. Zulagen (ab 01.01.2026). |
| Lohn bei LOK-SEC | 28–32 € pro Stunde plus Zuschläge; bei 151,67 bezahlten Stunden rund 4.247–4.853 € brutto im Monat |
Offene Stellen als Lokführer
Fehlt dir eine Baureihe aus der Anzeige, bewirb dich trotzdem und schreib dazu, welche du fährst.
Voraussetzungen für den Triebfahrzeugführerschein
Nach § 5 TfV brauchst du für den Führerschein:
- mindestens 20 Jahre
- Schulabschluss im Sekundarbereich I
- ärztliche und psychologische Untersuchung bei anerkannten Gutachtern
- bestandene Prüfung der allgemeinen Fachkenntnisse
- Zuverlässigkeit: keine Suchterkrankung, keine erheblichen oder wiederholten Verkehrsverstöße
- 150 €Gebühr beim Eisenbahn-Bundesamt
- SimulatorPflicht beim ersten Erwerb der Klasse B
Den Führerschein stellt das Eisenbahn-Bundesamt auf Antrag aus. Die Zusatzbescheinigung stellt das EVU aus, für das du fährst. Darauf stehen die Klasse, jede Baureihe mit Erwerbsdatum, die Infrastruktur mit Betriebsverfahren, Zugbeeinflussung und Signalsystemen sowie deine Sprachkenntnisse. Nicht darauf steht die Streckenkunde: Wie du sie erwirbst und wie sie dokumentiert wird, legt das EVU in seinem Sicherheitsmanagementsystem fest (§ 9 Abs. 6 TfV).
Wenn das Arbeitsverhältnis endet: Das EVU zieht die Zusatzbescheinigung ein. Deine Befähigungen belegst du dann mit dem Nachweis nach Anlage 12 TfV, den es dir auf Verlangen aushändigt (§ 13 Abs. 2 TfV).
Noch ohne Triebfahrzeugführerschein? LOK-SEC selbst bildet nicht aus und stellt Triebfahrzeugführer erst mit fertigem Führerschein und Klasse B ein.
So arbeitest du bei LOK-SEC
Du bist bei der LOK-SEC GmbH angestellt und fährst für ein Kunden-EVU, nach dessen Dienstplan und Weisungen. Rechtlich ist das Arbeitnehmerüberlassung. Vor jedem Einsatz teilt dir LOK-SEC Firma und Anschrift des Kunden in Textform mit. Deine Zusatzbescheinigung stellt das EVU aus, das die Fahrt verantwortet.
- 28–32 € pro Stundeals Triebfahrzeugführer
- +25 / 50 / 100 %nachts 21–6 Uhr, sonntags, an Feiertagen
- 151,67 Std.jeden Monat bezahlt, bei 28 € rund 4.247 € brutto, auch ohne Fahrt
- Ausfallschichtsagt das EVU ab, wird sie trotzdem bezahlt
- Dienstwagen oder BahnCard 100Dienstwagen mit Tankkarte im Personenverkehr, BahnCard 100 im Güterverkehr
- Hotelbei mehrtägigen Umläufen, du streckst nichts vor
- SchulungenBaureihe, Streckenkunde, Untersuchungen und Weiterbildungen zahlt LOK-SEC
- Ausrüstungkomplett von LOK-SEC
- 30 Tage Urlaub6 Monate Probezeit
- BundesweitSchichtzyklen nach Absprache
Beim selben EVU darfst du grundsätzlich höchstens 18 aufeinanderfolgende Monate eingesetzt werden. Ist ein Kunde unmittelbar von einem Streik betroffen, musst du dort nicht fahren, und als Ersatz für Streikende darfst du nicht eingesetzt werden. Alle Zahlen für alle vier Berufe stehen unter Lohn und Konditionen.
Häufige Fragen zum Lokführer-Job
Wie läuft ein Einsatz als Lokführer über LOK-SEC ab?
Ein EVU fragt Fahrten mit Klasse, Baureihen und Strecken an. Vor dem Einsatz gleichen wir deine Qualifikation und Nachweise mit diesen Anforderungen ab und sagen dir vorab in Textform, für welches Unternehmen du fährst. Das EVU schult dich nach seinem Sicherheitsmanagementsystem, stellt die Zusatzbescheinigung aus und plant dich in seinen Dienstplan ein.
Was ist der Unterschied zwischen Triebfahrzeugführerschein und Zusatzbescheinigung?
Den Triebfahrzeugführerschein stellt das Eisenbahn-Bundesamt aus, er gilt 10 Jahre und weist die Grundbefähigung nach. Die Zusatzbescheinigung stellt das EVU aus: Sie legt Klasse A (Rangierfahrten) oder B (Zugfahrten), die Baureihen und die Infrastruktur fest. Du brauchst beide und musst beide mitführen.
Gelten meine Baureihen und Strecken weiter, wenn ich das Unternehmen wechsle?
Nicht automatisch: Das neue EVU trägt deine Baureihen in eine eigene Zusatzbescheinigung ein, nach Prüfung und Schulung in seinem Sicherheitsmanagementsystem. Deine Streckenkunde prüft es getrennt davon; Strecken, die du länger als 1 Jahr nicht befahren hast, werden in jedem Fall neu geprüft. Die Schulung fehlender Baureihen bezahlt LOK-SEC.
Was verdient ein Lokführer bei einem Personaldienstleister wie LOK-SEC?
Bei LOK-SEC 28–32 € pro Stunde, dazu 25 % nachts, 50 % sonntags und 100 % an Feiertagen. Da mindestens 151,67 Stunden im Monat bezahlt werden, sind das ohne Zuschläge rund 4.247 bis 4.853 € brutto. Zum Vergleich: Der Median für Triebfahrzeugführer liegt laut Entgeltatlas bei 4.251 € brutto im Monat (Vollzeit). Offene Stellen findest du unter Lokführer-Stellen.
Brauche ich einen Pkw-Führerschein?
Gesetzlich nein, die TfV verlangt keinen. Für den Dienstwagen, den du bei LOK-SEC im Personenverkehr bekommst, brauchst du ihn aber. Im Güterverkehr fährst du mit der BahnCard 100 zum Einsatz.
Als Lokführer bewerben
Ohne Anschreiben. Führerschein, Zusatzbescheinigung und Tauglichkeit kannst du gleich anhängen oder später nachreichen.
Triebfahrzeugführer für Ihr EVU
Sie suchen Triebfahrzeugführer für offene Umläufe? Vor dem Einsatz gleichen wir Klasse, Baureihen, Zugbeeinflussung und Streckenkunde mit Ihren Anforderungen ab.
Quellen und Stand der Angaben (12)
- § 5 TfV: Voraussetzungen für den Triebfahrzeugführerschein, abgerufen 10/2026
- § 9 TfV (Zusatzbescheinigung) und § 13 TfV (Wechsel des Arbeitgebers), abgerufen 10/2026
- TfV Anlage 2 (Klassen, Baureihen, Infrastruktur), abgerufen 10/2026
- TfV Anlage 11 (wiederkehrende Prüfungen), abgerufen 10/2026
- § 6 TfV (Simulator), abgerufen 10/2026
- § 48 EBO (Anforderungen an Betriebsbeamte, Abs. 7), abgerufen 10/2026
- Eisenbahn-Bundesamt: Tf jünger als 20 Jahre, abgerufen 10/2026
- Eisenbahn-Bundesamt: Triebfahrzeugführerschein, abgerufen 10/2026
- BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Lokführer/in und Transport), abgerufen 10/2026
- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Triebfahrzeugführer (KldB 52202), abgerufen 10/2026
- Deutsche Bahn: Medienpaket Tarifrunde, abgerufen 10/2026
- § 11 AÜG und § 1 AÜG (Höchstüberlassungsdauer), abgerufen 10/2026
Zuletzt geprüft: 22.10.2026